Kastration ein schwieriges Thema, welches ich mich gerne stelle.

Was bewirkt die Kastration bei den Tieren. Es werden nicht nur die wichtigsten Fortpflanzungsorgane entfernt, sondern auch damit die wichtigsten Hormonproduktion die für die Entwicklung für unsere Fellnasen wichtig ist.

Lt. Tierschutzgesetz dürfen in Österreich ist einen Entfernung von Körperteilen jeglicher Art ohne medizinische Rechtfertigung untersagt. Dazu gehört die prophylaktische Kastration bei Hunden.

Sehr viele Hunde werden viel zu jung kastriert, bevor sie geistig fertig entwickelt sind. Empfehlung nicht vor dem 2. Lebensjahr, bei einigen Rassen besonders die großen Hunde kann es sogar noch länger brauchen. Jeder weiß das wir für die geistige Entwicklung die Pubertät durchlaufen müssen. Leider wird dies bei den Fellnasen nicht immer berücksichtigt, besonders bei den Straßenhunden welche vom Ausland eingeführt werden und dann hier kastriert werden. Bei diesen kann es sich dann besonders gravierend auf ihr Wesen auswirken. 

Die Geschlechtsorgane produzieren wichtige Hormone, das Fehlen wirkt sich nicht nur auf die Gesundheit sondern auch auf das Verhalten aus. Stress kann weniger gut verarbeitet werden

Da Straßenhunde unsere Welt nicht kennen (ein Zuhause, Treppen, Städte etc.) und in einigen Fällen auch schwere Traumas haben, benötigen Sie die dafür von der Natur vorgesehene Pubertät um sich geistig weiter zu entwickeln, damit dies auch verarbeitet werden kann. Thema Problem/ Angst- Hunde

Auch der Stoffwechsel sowie Energiebedarf ändert sich, so das die Futtermenge reduziert werden muss, obwohl der Appetit gesteigert ist. Somit ist das Risiko von Übergewicht, Diabetes sehr stakt erhöht. 

Weitere Risiken beim Wegfall der Östrogen bei einer Kastration sind Erhöhte nachfolgende Inkontinenz, orthopädische Erkrankungen, Herzerkrankungen und Demenz.

Auch birgt jede OP die Gefahr einer schlechten Wundheilung und nachträgliche Beeinträchtigungen.

Kastration zur rechten Zeit hat sicherlich auch seine Vorteile:

Keine unerwünschte Vermehrung

Bei Rüden entfällt das Rivalitätsverhalten und das Territorium maskieren.

Ungewöhnlich hoher Sexualtrieb

Erkrankungen der Geschlechtsteile, wie Krebs oder Tumore

Als Alternative gibt es die Sterilisation, welche die Hormonproduktion, Stoffwechsel sowie den Energiebedarf nicht beeinträchtigt. 

Wichtig das Thema Rüdin, diese sollte nicht kastriert werden. Was sind Rüdinnen:  Weibliche Welpen, welche zwischen zwei Rüden in der Trächtigkeit liegen und dabei zu viel Testosteron aufnimmt. Dies erkennst du, da die Hündin territorial verhält, markiert, dominant und mit anderen weiblichen Hunden meist unverträglich ist.

Mein Buchtipp zu diesen Thema: Kastration und Verhalten beim Hund / Autor Sophia Strodtbeck & Udo Gansloße